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Freitag, 15 Dezember 2017

Was ist Tierphysiotherapie

Die Physiologie ist die Lehre von den natürlichen, normalen (physiologischen) körperlichen Lebensvorgängen. Physiotherapie ist somit die gezielte Behandlung gestörter (unphysiologischer) Körperfunktionen.

Als natürliches Heilverfahren nutzt die Physiotherapie neben den physikalischen Therapiearten wie Elektrotherapie (z.B. Einsatz von Reizstrom bei peripheren Lähmungen), Ultraschalltherapie, Magnetfeldtherapie und Thermotherapie (Kälte- und/oder Wärmeanwendungen), als auch Hydrotherapie (z.B. Schwimmen), vor allem den Einsatz der "therapeutischen Hände" (z.B. Massage, manuelle Therapie) sowie aktive Bewegungsübungen.

Die physiotherapeutische Betreuung von Kleintieren dient der Rehabilitation nach orthopädischen, chirurgischen und/oder neurochirurgischen Eingriffen oder Verletzungen, der präoperativen (vor einer Operation) Verbesserung der Gelenkbeweglichkeit und Muskelkraft, der konservativen Therapie bei nicht operablen Problemen, der allgemeinen Schmerzlinderung, der Behandlung von leistungseingeschränkten Sporthunden sowie der Revitalisierung geriatrischer (alter) Patienten.

Die Physiotherapie stellt damit eine sinnvolle Ergänzung anderer Therapiearten (z.B. medikamentöse, operative, homöopathische Therapie) dar und ist außerdem eine wichtige Präventivmaßnahme.
Der Weg zur Physiotherapie

Besprechen Sie mit ihrem Tierarzt, ob eine physiotherapeutische Behandlung für Ihr Tier in Frage kommt. Stehen der Physiotherapie keine medizinischen Gründe im Wege, so vereinbaren Sie einen Termin zur physiotherapeutischen Erstuntersuchung und Befunderstellung. Bringen Sie zur Erstuntersuchung bitte möglichst eventuell vorhandene Röntgenbilder, Laborbefunde oder andere Untersuchungsergebnisse mit. Die genaue Befunderhebung ist unerlässlich, da sich an ihr der Therapieplan und das gegebenenfalls verordnete Hausaufgabenprogramm orientieren wird. Bei abgeschlossener Therapie erhält Ihr Tierarzt (ggf. telefonisch) eine Rücküberweisung mit Therapiebericht.

Wann Tierphysiotherapie

Indikationen:

1. als konservative Therapie bei nicht operablen Problemen oder nicht operierbaren Patienten, bei degenerativen Verschleißerkrankungen (z.B. Arthrose), Erkrankungen des Bewegungsapparates
(z.B. HD; ED; Spondylosen)

2. zur Rehabilitation nach Unfällen, Verletzungen oder chirurgischen (z.B. Kreuzbandersatz, künstliches Hüftgelenk), neurochirurgischen (z.B. Operationen an der Bandscheibe) Eingriffen

3. zur Schmerzlinderung oder –beseitigung bei Gelenkblockaden, Muskelverspannungen, Sehnen-, Bänder- oder Muskelansatzreizungen

4. bei neurologischen Erkrankungen z.B. Bandscheibenvorfall (Dackellähme), peripheren Lähmungen (z.B. Radialis-Parese)

5. zur Revitalisierung alter Patienten

6. zur Betreuung von Sporthunden zur Leistungssteigerung oder Aufdeckung von Problemen

 

Muskelprobleme (z.B.):

Muskelverspannungen, Muskelzerrung, Muskelruptur, Muskelkontrakturen, Myositis, Muskelatrophie

Kreuzverschlag, Myositis ossificans

 

Sehnenerkrankungen (z. B.):

Sehnenentzündung (Tendinitis), Sehnenscheidenentzündung (Tendovaginitis), Sehnenkontrakturen

 

Bänder (z. B.):

Kreuzbandriss (Ruptur)

 

Gelenkprobleme (z. B.):

Gelenkblockaden/Blockierungen, Ausrenkung (Luxation)

 

Gelenkerkrankungen (z.B.):

Arthrose, Arthritis, Spat, Hüftgelenksdysplasie (HD), Bandscheibenvorfall, Spondylose(Spondylosis deformans), Kissing Spines

 

Knochenbrüche (z.B.):

Frakturen

Und …

Hufrollenentzündung, Verstauchungen (Distorsion), Prellungen (Kontusion)

 

Lungenprobleme (z. B.):

Bronchitis, Chronischer Husten

 

Neurologische Erkrankungen (z.B.):

Ataxie, Hahnentritt, Schwimmersyndrom bei Welpen, Lähmungen, Cauda Equina Syndrom

(degenerative lumbosakrale Stenose)

 

Haut (z.B.):

Narben, Satteldruck, Hämatom (Bluterguss), Ödeme, Durchblutungsstörungen

 

Des weiteren …

Verstopfung (Obstipation), Operationen, Konditionsprobleme, Adipositas (Fettleibigkeit, Fettsucht)

Geriatrie (Altersmedizin oder Altersheilkunde), Wellnessbehandlungen/Prävention, Rittigkeitsprobleme (Pferd)